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Autoritäre Formierungen

Autoritäre Formierungen gibt es seit jeher auch in den entwicklesten Gesellschaften. Zu ihnen gehört Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – also Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… – und die Bejahung von Autorität. Autoritäre Formierungen sind vielfältig, es gibt sie es als faschistische oder fundamentalistische Bewegungen, marginalisiert in Demokratien oder an der Macht in Diktauren. Doch wie sind sie in der kapitalistischen Gesellschaft einzuordnen? Fallen sie vom Himmel, sind sie irgendwem angeboren? Vermutlich nicht. Einige einfühende Thesen und eine Diskussion zu diesem Thema gibt es in der Veranstaltung.

Graue Wölfe

Das Rhein-Main Gebiet ist zu einem Kristallationspunkt dieser türkisch-nationalistischen, faschistischen Bewegung geworden. Ihre Schmierereien, Übergriffe und Unterwanderungen politischer Strukturen vielen in den letzten Monaten und Jahren immer mehr auf. Die Veranstaltung soll einen kompakten Einlick in Strukturen und Politik der grauen Wölfe in Deutschland geben. Außerdem wollen wir mit euch eine Diskussion darüber führen, warum und wie Antifaschismus sich nicht nur auf die deutschen Neonazis richten kann.

Zur Geschichte der Antifa

Antifaschismus ist eines der zentralen Aktionsfelder der radikalen Linken in Deutschland. Doch was zeichnet diesen autonomen Antifaschismus aus? Wo liegen seine historischen Wurzeln und theoretischen Bezugspunkte? Wir wollen auf der Veranstaltung ein paar Aspekte der Geschichte und Entwicklung der Antifa vorstellen und mit euch diskutieren.

Streetart Workshop

Ein kleiner Workshop, wie mensch von Grund auf Schablonen und Plakate macht und dabei nicht auffällt.
Mit Vorlagen, Ausschneiden und der Möglichkeit eigene Ideen einzubringen und zu verwirklichen.

Abtreibungskämpfe und Antifa

Ziel des Workshops ist es, gemeinsam Herauszuarbeiten, inwiefern der Kampf gegen Abtreibungsgegner_innen Teil des emanzipatorischen Projektes ist.
Denn Abtreibungsgegner_innen sind nicht unter religiösen Fundamentalist_innen zu finden. Auch die Extreme Rechte bedient sich einer Sexualmoral, die zwangsläufig in Frauenfeindlichkeit, Heterosexismus und völkischen Denken mündet.
Abtreibungsgegnerschaft wird so zum integralen Bestandteil rechter Ideologie, ob nun religiös oder völkisch begründet.
Dies ist auch gesamtgesellschaftlich anschlussfähig, weil Abtreibung dem Idealbild von der Frau als Mutter widerspricht.
Neben dieser Gesellschaftsanalyse wollen wir aber auch praktische Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, mit denen man diesen Zuständen begegnen muss.

Kritische Theorie – Eine Kleine Einführung

Auf den beiden letzten Sommercamps gab es Einführungsveranstaltungen zur Marxschen Kritik der politischen Ökonomie. In diesem Jahr soll eine weitere theoretische „Tradition“ einführend vorgestellt werden, die noch heute für verschiedenste linksradikale Strömungen zentral ist: die kritische Theorie der sogenannten „Frankfurter Schule“, die sich seit den 1930er Jahren im und um das Institut für Sozialforschung in Frankfurt und im amerikanischen Exil entwickelte. Sie stellt eine spezifische Weiterführung der Marxschen Kapitalismuskritik dar, die auf die historischen Entwicklungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und insbesondere auf die Erfahrung von Auschwitz reagierte. Die Einführung
konzentriert sich auf die aus der Reflexion auf diese historischen Erfahrungen hervorgehenden Grundmotive und auf zentrale gesellschaftskritische Annahmen der Kritischen Theorie.

Kommunismus und Natur
(mit Christoph Preuschoff, Ökologische Linke)

Die breiten Proteste gegen den Castor-Transport im letzten Jahr und die Ereignisse in Japan, insbesondere in Fukushima, haben Fragen der Energie- und Umweltpolitik sowie der Aneignung und Verwendung natürlicher Ressourcen bei Vielen wieder stärker ins Blickfeld gerückt. Will die (radikale) Linke in die hier entstandene Dynamik sinnvoll intervenieren, ist sie auf eine kritische Analyse des Verhältnisses von kapitalistischer Produktionsweise und „Natur“ angewiesen. Ausgehend von der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie wird in dieser Veranstaltung eine Kritik des kapitalistischen Verhältnisses zur Natur entwickelt. Es soll diskutiert werden, inwiefern der Kampf um die natürlichen Lebensbedingungen
notwendiger Bestandteil einer emanzipatorischen Bewegung sein muss und wie eine praktische Intervention in diesem Sinne heute aussehen könnte.