.ankündigungstexte

Samstag

Männlichkeitsbilder in der Antifa
Auch wenn viele Antifa-Gruppen sich Antisexismus auf die Fahne schreiben, ist es immer wieder notwendig, einen Blick auf die Geschlechterverhältnisse und vergeschlechtlichten Praxen innerhalb der eigenen Strukturen zu werfen. Vielerorts ist die Szene sehr männlich dominiert, und besonders in der Aufgabenverteilung spiegeln sich oft geschlechtliche Zuschreibungen wider. In dem Workshop soll diskutiert werden, in welchem Zusammenhang diese Dynamiken mit Männlichkeit als sozial konstruierte Geschlechtsidentität stehen und zu welchen Ausschlüssen sowie szeneinternen Dominanz- und Machtverhältnissen diese führen.
Gerade mit dem Argument einer Dekonstruktion von Geschlecht werden Diskussionen über dieses Thema oftmals abgebügelt. Ziel des Workshops ist es nicht, Kategorien und Klischees zu reproduzieren und zu verfestigen, sondern gemeinsam zu schauen, wo verinnerlichte gesellschaftliche Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnisse Handeln und Auftreten innerhalb „der Antifa-Szene“ beeinflussen und damit Ausschlüsse und Hürden produziert werden. Anspruch des Workshops ist, es nicht bei einer kritischen Analyse und Reflektion zu belassen, sondern darüber hinaus gemeinsam konkrete Ansatzpunkte für die gruppeninterne und alltägliche Praxis zu erarbeiten, um der Reproduktion vergeschlechtlichter Ungleichheitsverhältnisse entgegenwirken zu können.

Kritik der politischen Ökonomie
Auch in diesem Jahr wollen wir wieder eine kleine Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie anbieten. Der Fokus soll dabei auf den Gundkategorien und -gedanken von Marx liegen, denn zum einen lässt sich ohne diese nicht nachvollziehen, worin das Besondere seiner Kritik der kapitalistischen Produktionsweise besteht. Zum anderen bedarf es dieser Grundkategorien und eines Verständnisses ihres Zusammenhangs, um Marx Überlegungen beispielweise zu ökonomischen Krisen und ihren Ursachen verstehen zu können.

Buchvorstellung Antifa in der Reihe theorie.org
Antifa-Geschichte und Organisierung – Buchvorstellung
In dem neu erschienenen Buch «Antifa – Geschichte und Organisierung» (Reihe „www.theorie.org“ / 2012 / Schmetterling Verlag) bieten die AutorInnen einen Überblick über Vorläufer, Theorien und Praktiken der Antifa-Bewegung heute und der vergangenen Jahrzehnte. Das Buch bietet die Möglichkeit, Erkenntnisse über erarbeitete und verworfene Theorien sowie Erfolge und Niederlagen der Praxis zu sammeln, was gerade für die moderne, sich im stetigen Wandel befindliche, Antifa-Bewegung von großer Bedeutung ist. Das Buch hilft, Wissen um die eigene Geschichte zu erlangen, damit das Rad nicht immer neu erfunden werden muss.

Erste Hilfe Workshop

Einführung in den_die_* Feminismus
Wie der Titel schon verrät soll es bei diesem Workshop darum gehen euch einen Einblick in Geschichte, Theorie und Praxis des Feminismus zu geben. Auf folgende Fragen soll (zumindest ansatzweise) eine Antwort gegeben werden: Was ist Feminismus? Welche Geschichte hat der Feminismus? Anfänge und Entwicklung. Warum Feminismus? – Gleichberechtigung steht doch im Grundgesetz?!? Dabei sollen auch aktuelle Debatten in der (nicht nur linken) feministischen Strömung wiedergegeben werden.

Veranstaltung zu Rassismus & Antisemitismus
Dass Antisemitismus und Rassismus als Herrschafts- und Diskriminierungsformen abzulehnen sind, ist in der politischen Linken weithin Konsens. Doch damit fangen die Probleme in der Regel erst an. Schließlich stellt sich die Frage, was Rassismus und Antisemitismus eigentlich genau sind und wie sie als Ideologien funktionieren. Zudem sind in den letzten Jahren – von kulturellem bis zu völkischem Rassismus
oder auch von religiös-fundamentalistischem bis hin zu nationalsozialistischem Antisemitismus etwa – durchaus verschiedene ideologische Formen aufgetreten. Darüber hinaus wird immer wieder gefragt, was die Besonderheit des Antisemitismus oder des Antiziganismus ist und diesen vom klassischen Rassismus unterscheidet.
Da all diese Fragen nicht nur theoretisch interessant sind, sonder ihre Beantwortung auch eine Voraussetzung dafür ist, rassistische und antisemitische Ideologien „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ (wie es im soziologendeutsch heißt) nachhaltig bekämpfen zu können, soll in der Veranstaltung eine Einführung in verschiedene kritische Theorien gegeben werden. Dabei wird über die klassische Kritische Theorie bis zu aktuellen Ansätzen, wie z.B. von Moishe Postone, eine Reihe von Konzepten vor- und zur Diskussion gestellt. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, in wie fern es den jeweiligen Überlegungen gelingt, Antisemitismus und Rassismus als widersprüchliche Produkte der kapitalistischen Gesellschaft zu fassen und auch deren historischen Konjunkturen (mit)denken und erklären zu können.

Film: Zeiten des Zorns – Zur Geschichte und Politik der Revolutionären Zellen
Mitschnitte einer Veranstaltung mit Klaus Viehmann und Stefan Wisniewski über die RZ

Sonntag

Workshop Sprache & Geschlecht

Workshop zu Angsttrauma & Panik
Out of action
Während und nach linksradikaler Praxis kann es zu Situationen kommen, in denen Wissen über (emotionale) Erste Hilfe wichtig ist. Wie mit Panik, Angst, Trauma und sonstigem um gehen, egal ob mitten im Geschehen oder abends allein Zuhause? (Emotionale) Erste Hilfe ist ein wichtiger Teil von einer Solidarität die als Waffe dienen soll. In diesem Workshop gibt es Theoretisches und Praktisches zum Thema, fernab von Psycho-Gequatsche und Ratgeberideologie.

Schulverweis für Andi: Bildungsarbeit gegen „Extremismus“ mit dem AK Extremismusbegriff
Der Verfassungsschutz versucht sich immer offensiver als Akteur in der politischen Bildungsarbeit zu etablieren. Exemplarisch dafür stehen die sogenannten Bildungscomics „Andi – Comic für Demokratie und gegen Extremismus“ des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen. An diesen wird besonders deutlich, dass die Verfassungsschutzbehörden ihre Arbeit ideologisch an der Theorie des politischen Extremismus ausrichten. Dementsprechend werden lediglich die als „extremistisch“ eingestuften Ränder der Gesellschaft ins Blickfeld der Arbeit genommen und eine vermeintlich unproblematische, demokratische Mitte konstruiert. Völlig außerachtgelassen wird, dass rechte Einstellungen in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet sind und diese bei der Bekämpfung von Neonazis genauso thematisiert werden müssen. Darüber hinaus werden linke und rechte politische Strömungen de facto gleichgesetzt und auf diese Weise ein Feindbild konstruiert. Die dahinter stehende Zielrichtung der Vorgehensweise erinnert stark an die der Totalitarismustheorie.
Diese Entwicklung des Verfassungsschutzes, die mit bundespolitischen Bestrebungen wie von Kristina Schröder oder Joachim Gauck einhergehen, ist aus politischen Erwägungen zu kritisieren und aus juristischer Sicht fragwürdig.
Der Vortrag wird sich grundlegend mit dem zunehmenden Engagement des VS in der Bildungsarbeit und der Extremismustheorie befassen und als Beispiel hierfür den Andi-Comic auseinandernehmen.

Vortrag zu Burschenschaften
„Rechte Burschen – Ein Überblick über Burschenschaften und andere Studentenverbindungen“
In den 1970ern schien ihr Ende nahe. Studentenverbindungen – elitäre Traditionsvereine konservativer bis extrem rechter Prägung – gerieten durch den Modernisierungsschub an den Hochschulen gewaltig unter Druck. Ihr altertümliches Gehabe, das sich in seltsamen Trink- und Feierriten, angeblich altdeutscher Kleidung und konservativen Handlungsweisen zeigt, schien den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr angemessen. Spätestens in den 1990ern hat sich diese Tendenz grundlegend verändert. Der strukturelle Konservatismus der Studentenverbindungen lässt sie angesichts des ungebrochenen Vormarsches reaktionärer Positionen in der deutschen Gesellschaft wieder zunehmend als attraktive Vereinigungen erscheinen. Elitendenken, Männerbündeleien, Unterordnungsbereitschaft, Militarismus, Akzeptanz von Hierarchien und Geschlechterstereotypen – das sind Verhaltensweisen, die in Studentenverbindungen erlernt und danach oft in gehobener Position praktiziert werden. Besonders bei Burschenschaft en verbindet sich dieser Habitus mit engen Kontakten zur extremen Rechten.
Jörg Kronauer ist Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Er hat zusammen mit Felix Krebs das Buch „Studentenverbindungen in Deutschland – Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht“ herausgegeben.

Podiumsdiskussion zu March31
Capitalism is the crisis: Diskussion zur Nachbetrachtung der M31-Protesten in Frankfurt
Am 31.März 2012 kamen in Frankfurt fast 6.000 Menschen zusammen, um in der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus ein klares antikapitalistisches Signal zu setzen. Das Ziel der Demonstration – die Besetzung der EZB-Baustelle im Frankfurter Ostend – konnte wegen der massiven Polizeirepression zwar nicht erreicht werden, dennoch gelang ein kraftvolles Zeichen der antinationalen Solidarität und gegen die autoritären Krisenpolitiken der Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission.
Die fatalen sozialen Auswirkungen der Krise verschärfen sich weiter und machen täglich die Notwendigkeit eines international vernetzten Protestes dagegen deutlich. Was wir aus den, teilweise auch kontrovers besprochenen, Erfahrungen der M31-Proteste für die Planung weiterer Aktionen lernen können, möchten wir gemeinsam mit den vorbereitenden Gruppen (antifa f, FAU Frankfurt, N.N..) und euch in dieser Veranstaltung diskutieren.

Wendo-Kurs

Vortrag zu Evangelikalen von J. Kronauer
Christlicher Fundamentalismus auf dem Vormarsch?
Seit Jahren gewinnt die Evangelikale Bewegung an Stärke. Alternative Kirchentage, fromme Massenmeetings, sich wissenschaftlich gebende Kongresse wie jüngst hier in Marburg – immer stärker sind die Evangelikalen in der Öffentlichkeit präsent und versuchen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung zu nehmen. Eines ihrer Hauptmerkmale: Ein fundamentalistisch inspiriertes Bibelverständnis, das zahlreiche Handlungsanweisungen aus der Heiligen Schrift des Christentums wörtlich übernimmt. Das Ergebnis: Evangelikale werben für eine rückwärtsgewandte Sexualmoral, die einer Gleichstellung von Lesben und Schwulen ebenso entgegensteht wie der Gleichstellung von Mann und Frau; sie betreiben eine offensive Mission, die die Spannungen gegenüber anderen Religionen anheizt. Ihr weltweiter Vormarsch drängt in den Ländern des Südens kirchliche Kräfte, die sich gegen die Ausbeutung ihrer Staaten durch den reichen Norden zur Wehr setzen, konsequent zurück. Der Vortrag bietet einen Überblick über die Entwicklung der Evangelikalen Bewegung in Deutschland (mit besonderem Augenmerk auf die Situation in Marburg), über ihre inhaltliche Orientierung, über politische Vorstöße einzelner Organisationen und über ihre globale Dimension.
Jörg Kronauer arbeitet als Sozialwissenschaftler und freier Journalist; er publiziert in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften (u.a. Der Rechte Rand, konkret, jungle world) und hat wissenschaftlich und journalistisch zum Thema gearbeitet und veröffentlicht.

„Was tun wenn’s brennt?“ Workshop mit der Roten Hilfe FFM
Infos und Tipps zu Verhalten auf Demonstrationen, bei Festnahmen, Hausdurchsuchungen und im allgemeinen Umgang mit Repressionsbehörden.

Vortrag zum NSU mit dem apabiz

Montag

Siebsdruckworkshop mit stressmob und Stencils mit Bensheim

Vortrag Militanz & Männlichkeit
Alle sind es, keiner redet drüber. Oder doch umgedreht, alle reden drüber keiner macht es? Gemeinsam wollen wir das Begriffspaar beleuchten und uns kritisch solidarisch austauschen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun, bedingt militantes Handeln eine hervorstechende „Männlichkeit“, oder sind „männlich“ konnotierte Verhaltensweisen gar notwendig für militantes Handeln. Wir werden versuchen die Begriffe
etwas näher zu beleuchten und uns einem schwierigen Thema zu nähern. Was macht Militanz aus, wo unterscheidet sie sich vielleicht von Widerstand oder Gewalt, was ist überhaupt „Männlichkeit“? Diese und weitere Fragen werden wir versuchen zu klären.

Vortrag „Sexuelle Revolution?“
Eine der zentralen Erkenntnisse der ‚Neuen Linken‘ war wohl die, dass sich die Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsordnung nicht auf die Ausbeutung des Proleten durch den Bourgeois beschränken kann, wie sie zuvor (und auch heute noch) von traditionell orientierten Marxist_innen vertreten wurde. Und auch beim neuerdings wieder proklamierten Kampf ums Ganze scheint eine sich vornehmlich auf die ökonomische Sphäre beschränkende Kritik wieder stark im Aufwind zu sein.
Dagegen begriffen die Vertreter_innen der ‚Neuen Linken‘ den Kapitalismus als eine allumfassende Herrschaftsform, die noch bis in unsere tiefsten Sphären vordringt, sogar unsere Triebe und somit unsere Sexualität seiner Herrschaft unterwirft und formt. Das Schlagwort „Das Private ist politisch“ ist wohl der bekannteste hinter dieser Idee steckende Slogan aus dieser Zeit. Dennoch propagierten die ’68er aber meist in Rückgriff auf das von Wilhelm Reich geprägte Stichwort der „sexuellen Revolution“ eine naive Befreiung der Sexualität von der in den Jahrhunderten davor herrschenden lustfeindlichen Prüderie: Dabei übersahen sie, dass gerade diese Befreiung eine Voraussetzung für ein neues Modell kapitalistischer Entwicklung und Ausbeutung war. Das Verhältnis von kapitalistischer Herrschaft und unserer vorherrschenden verdinglichten Sexualitätsform scheint sich also doch ein klein wenig komplizierter darzustellen. In dem Workshop soll daher in Rückgriff auf die psychoanalytische Sexualitätstheorie und materialistische Gesellschaftstheorien die Frage geklärt werden, wie dieses beschrieben werden könnte. In einem zweiten Schritt soll dann analysiert werden wie dieses Verhältnis (aber auch eine befreite Sexualität) von Theoretiker_innen, die sich dieser Theorietradition verpflichtet fühlen, gedacht wurde (etwa von Wilhelm Reich, Herbert Marcuse oder in den Ansätzen der ‚Kritischen Sexualwissenschaft‘).
Der Referent bemüht sich um eine einfach Darstellung, um Menschen, die wenig Vorwissen auf diesem Gebiet mitbringen, eine Teilnahme und einen Erkenntnisgewinn zu ermöglichen.

Vortrag zu Frauen in der extremen Rechten
Extreme Rechte und Gender
Nicht erst seit Beate Zschäpe ist bekannt, dass Frauen* nicht nur „Anhängsel“ ihres treuen Kameraden sind, sondern eine aktive Rolle in der neonazistischen Szene und im Organisationsgefüge der extremen Rechten inne haben. Das Thema „Frauen und Rechtsextremismus“ ist mittlerweile dank der kontinuierlichen Erinnerungsarbeit engagierter Antifaschist_innen zum richtigen Trend geworden, es gibt Bücher und Spielfilme. Doch bis hierher hat es gut 20 Jahre gebraucht, Frauen* auch in dieser Szene sichtbar zu machen, und die Arbeit ist noch lange nicht getan. Das Geschlechterverhältnis strukturiert die Gesellschaft, es in deren Betrachtung einzubeziehen ist nicht nur Erkenntnis bringend, sondern notwendig für das Verständnis. Deshalb möchten wir uns bei unsere Veranstaltung nicht nur die Involviertheit von Frauen in der extremen Rechten zum Thema machen, sondern das Gefüge von Männlichkeiten und Weiblichkeiten betrachten, um das Geschlechterverhältnis in der extremen Rechten als Anknüpfungsstelle zur bürgerlichen Gesellschaft sichtbar zu machen.

Vortrag zur Theorie und Praxis von Arbeitskämpfen
It‘s class war baby – what are you waitin‘ for?! Ein wilder Ritt durch Theorie und Praxis von Arbeitskämpfen
In diesem Workshop wollen wir versuchen anhand von großen Streiks und Kämpfen die Frage nach der Aktualität des Klassenbegriffs und der Sinnhaftigkeit von Arbeitskämpfen als radikale Linke zu stellen. Wo liegen die Wurzeln des Begriffs? Wie hat er sich gewandelt, und wo kann es überhaupt eine linke Praxis abseits von reformistischen Forderungen geben?

Selbstverteidigung-Kurs

Vortrag zur Geschichte und Situation von Sonja und Christian Rote Hilfe FFM
Infoveranstaltung zum anstehenden “Revolutionäre Zellen” – Prozess in Frankfurt am Main Das Solikomitee berichtet über Hintergründe, Situation und Verfahrensstand von Sonja Suder(79) und Christian Gauger(70). Die beiden wurden im September 2011, nach 33 Jahren im französischen Exil, nach Deutschland ausgeliefert. Ihnen werden drei Sprengstoffanschläge der Revolutionären Zellen (RZ) und Sonja Suder darüber hinaus Beihilfe zum Überfall auf die OPEC-Konferenz in Wien 1975 vorgeworfen. Aufgrund seines schlechten gesundheitlichen Zustands wurde Christian unter Meldeauflagen von der Haft entlassen, Sonja sitzt wegen Fluchtgefahr weiter hin in der JVA Preungesheim.
Weitere Infos unter: verdammtlangquer.org
Film: Zeiten des Zorns – Zur Geschichte und Politik der Revolutionären Zellen
Mitschnitte einer Veranstaltung mit Klaus Viehmann und Stefan Wisniewski über die RZ

Dienstag

Infoveranstaltung: Antifa-Camp Dortmund

Einführung in die Faschismustheorien
Vorstellung und Diskussion der verschiedenen sozial- und geisteswissenschaftlichen Theorien über Faschismus mit B. Ortmeyer.

Vortrag zur kurdischen Jugendbewegung
Aktivisten der kurdischen Jugend aus Darmstadt und Frankfurt stellen sich und ihre Zusammenhänge vor. Kurzes Inputreferat zur Geschichte und aktuellen Entwicklungen des kurdischen Kampfes sowie zu den theoretischen Grundlagen des demokratischen Konföderalismus. Danach soll gemeinsam diskutiert werden wie die radikale Linke in Deutschland und die kurdische Bewegung sich auf einander beziehen können und ein neuer (antinationaler) Internationalismus gedacht werden kann.

Vortrag zur Situationistischen Internationalen mit Brigada Hora Azul
Ziel dieses Vortrags ist es nicht, eine handliche Zusammenfassung eines Situationismus zu liefern oder das Werk der Situationistischen Internationale abschließend zu beurteilen. Im Gegenteil werfen die Referenten Schlaglichter auf ausgewählte Begriffe und Strategien der SI, die sie für aufschlussreich, aktualisierbar oder adaptionswürdig halten. Dabei soll es darum gehen zu zeigen, aus welchen geistigen Strömungen die SI sich bediente, aber auch wie sich die situationistische Spektakelkritik mit Überlegungen der sich zeitgleich entwickelnden späten Kritischen Theorie ins Verhältnis setzen lässt. Es sollen aber gleichzeitig auch nicht die Schwächen der SI ausgespart werden, so soll neben dem teilweise fragwürdigen Insurrektionalismus auch dem Geschlechterverhältnis in der Theorie der SI nachgegangen werden.
Über die Brigada Hora Azul: Bemüht um die Weiterentwicklung einer kritischen Gesellschaftstheorie und um revolutionsstrategische Neuentdeckungen vergangener sozialrevolutionärer Bewegungen bedient sich die Gruppe am Vermächtnis der Situationistischen Internationale. Ohne Anspruch auf Originalität und Expertise erheben Sie den Gedankendiebstahl zur performativen Kritik am wissenschaffenden Betrieb der Trennungen.

Vortrag zum Grenzgang

„gestern morgen. über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft“ – Lesung & Diskussion mit Bini Adamczak
Dem Antikommunismus ist zu allererst vorzuwerfen, dass er die Verbrechen des Stalinismus verharmlost. Nicht weil in den Gulags neben Menschen auch noch eine Idee gemordet worden wäre – was für ein zynischer Einfall –, sondern weil erst der Kommunismus das historisch einklagbare Anrecht in die Welt gezwungen hat, keine Entmündigung hinnehmen, keine Erniedrigung mehr ertragen zu müssen. Seit dem ist noch das kleinste Unrecht größer und das größte schmerzt um ein Vielfaches mehr. (Klappentext)

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